Notfallmappe erstellen: 12 wichtige Angaben für Angehörige
Eine Notfallmappe hilft Familien und pflegenden Angehörigen, wichtige Informationen in einer Ausnahmesituation schnell zu finden. Sie ist kein Ersatz für eine Vorsorgevollmacht oder fachliche Beratung. Ihr Zweck ist Organisation: Wer muss informiert werden, welche Medikamente werden eingenommen und wo befinden sich wichtige Unterlagen?
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Was ist eine Notfallmappe?
Eine Notfallmappe ist eine geordnete Übersicht über persönliche, medizinische und organisatorische Informationen. Sie kann digital geführt und zusätzlich ausgedruckt werden. Entscheidend ist nicht die Menge der Unterlagen, sondern dass eine Vertrauensperson weiß, wo die aktuelle Fassung liegt.
Diese 12 Angaben sollten Angehörige finden
- Persönliche Basisdaten: vollständiger Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer und Krankenversicherung.
- Notfallkontakte: eine Hauptperson, ein Ersatzkontakt und ihre aktuellen Telefonnummern.
- Hausarzt und behandelnde Praxen: Name, Fachrichtung, Telefonnummer und wichtige laufende Behandlungen.
- Aktueller Medikamentenplan: Medikament, Wirkstoff oder Stärke, Dosierung, Einnahmezeit und verordnende Praxis.
- Allergien und Unverträglichkeiten: übersichtlich und eindeutig formuliert.
- Hilfsmittel und Kommunikationsbedarf: zum Beispiel Hörgerät, Brille, Mobilitätshilfe oder besondere Hinweise für Gespräche.
- Vorsorgedokumente: ob Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung oder Betreuungsverfügung vorhanden sind und wo sie liegen.
- Versicherungen: Anbieter, Vertragsart und Fundort der Unterlagen.
- Haushalt und Schlüssel: wer Zugang hat und wer sich kurzfristig um Wohnung oder Haus kümmern kann.
- Haustiere und laufende Dienste: Versorgung, Pflegedienst, Haushaltshilfe, Lieferungen und wichtige Termine.
- Digitale Zuständigkeiten: verwendeter Passwortmanager und bevollmächtigte Person – niemals Passwörter, PINs oder TANs in die Notfallmappe schreiben.
- Prüftermin: ein fester Termin, an dem Kontakte, Medikamente und Dokumentenorte mindestens einmal jährlich aktualisiert werden.
Was gehört nicht in die Notfallmappe?
Tragen Sie keine Passwörter, PINs, TANs oder vollständigen Wiederherstellungscodes ein. Auch sensible Originaldokumente sollten nur dann beigelegt werden, wenn eine sichere Aufbewahrung gewährleistet ist. Für digitale Konten ist ein seriöser Passwortmanager mit geregeltem Notfallzugang meist geeigneter.
Digital oder auf Papier?
Eine digitale Vorlage lässt sich leichter aktualisieren. Ein Ausdruck ist dagegen auch ohne Gerät oder Internet erreichbar. Für viele Familien funktioniert eine Kombination am besten: eine geschützte Arbeitsdatei, ein aktueller Ausdruck und eine Vertrauensperson, die den Aufbewahrungsort kennt.
So starten Sie in 20 Minuten
- Zwei erreichbare Notfallkontakte festlegen.
- Den aktuellen Medikamentenplan zusammentragen.
- Einen eindeutigen Aufbewahrungsort bestimmen.
- Ein kurzes Gespräch mit einer Vertrauensperson vereinbaren.
Perfektion ist am Anfang nicht nötig. Eine aktuelle einseitige Übersicht ist hilfreicher als ein umfangreicher Ordner, den niemand findet.
Wie oft sollte die Notfallmappe aktualisiert werden?
Prüfen Sie die Angaben mindestens einmal jährlich sowie nach einem Umzug, einer Medikamentenänderung, einem Wechsel der behandelnden Praxis, einer neuen Versicherung oder einer Änderung bei Vollmachten und Vertrauenspersonen. Alte Ausdrucke sollten sicher vernichtet werden.
Mit einer klaren Vorlage schneller anfangen
Die digitale Geis Care Notfallmappe führt Schritt für Schritt durch Kontakte, Medizin, Dokumentenorte, Haushalt und persönliche Wünsche. Sie umfasst 43 übersichtlich gestaltete Seiten und kann direkt nach dem Kauf heruntergeladen und ausgedruckt werden.
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Weitere Vorlagen finden Sie in unserer Sammlung Notfallvorsorge für Familien und Angehörige.
Hinweis: Dieser Beitrag und die Geis Care Notfallmappe sind Organisationshilfen. Sie ersetzen keine medizinische, rechtliche, steuerliche oder notarielle Beratung und enthalten keine rechtsverbindlichen Vollmachten oder Verfügungen.